Samuel Henne
»Formationen«

Anahita Razmi
»Swing State«

Fabian Reimann
»Amateur und Überflieger«

Samuel Henne »Formationen« Anahita Razmi »Swing State« Fabian Reimann »Amateur und Überflieger«
16.2.
31.3.2013
Kunstverein Hannover

Mit Samuel Henne (*1982), Anahita Razmi(*1981) und Fabian Reimann (*1975) zeigt der Kunstverein Hannover in drei parallelen Ausstellungen die Werke der drei Stipendiaten des »Preis des Kunstvereins – Atelierstipendium Villa Minimo« 2011–2012. Der Schwerpunkt der repräsentativen Werkübersicht liegt auf Arbeiten, die während ihres zweijährigen Aufenthalts im Atelierhaus des Kunstvereins Hannover entstanden sind und gibt einen spannenden Einblick in drei vielschichtige künstlerische Positionen.

Im Mittelpunkt von Samuel Hennes fotografischen Arbeiten steht das Wechselverhältnis von Fotografie und Skulptur. Inszenierte Objekte, skulptural arrangierte Bücher oder gefaltete Oberflächen werden in einprägsame, konstruierte Bilder übersetzt. Im permanenten Wechsel zwischen räumlicher und flächiger Wirkung stellen sie ihre Realität als Konstrukt einer medialen Praxis konsequent zur Schau oder verweisen auf die historische Rolle der Fotografie im Kontext der Verbreitung und Interpretation von skulpturalen Werken.

In Anahita Razmis performativ geprägten fotografischen und filmischen Arbeiten greift die gebürtige Hamburgerin mit iranischem Vater ebenso politische und gesellschaftliche Fragestellungen im Spannungsverhältnis zwischen westlicher und östlicher Kultur auf, wie sie bekannte Werke zeitgenössischer Künstlerinnen reinszeniert und mittels subtiler Veränderungen neu interpretiert. Anhand von Kontextverschiebungen verknüpft Razmi in ihren (Re-)Inszenierungen unterschiedliche Referenzebenen und erzeugt neue Bedeutungsräume in denen sie Bestehendes für die Gegenwart fruchtbar macht.

In unterschiedlichsten Medien, von skulpturalen Arbeiten über Fotografie, Collage, Malerei und Text, setzt sich Fabian Reimann intensiv mit ambivalenten und zumeist mysteriösen Lebensgeschichten auseinander. Insbesondere die vielfältigen Identitäten ehemaliger Spione und Agenten zur Zeit des Kalten Krieges stehen im Fokus seiner künstlerischen Rechercheprojekte. Die Fragmente aus den teils kuriosen Geschichten und Lebenskonstruktionen – gerade die Tarnung als Künstler war über die Jahrhunderte bei Geheimagenten sehr beliebt – erscheinen in Reimanns fragmentarischer künstlerischer Präsentation als vielfältige Metaphern über Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart.

19.00 Uhr
Künstlergespräch
mit Samuel Henne, Anahita Razmi und Fabian Reimann

Der Kunstverein Hannover lädt zum Künstlergespräch mit Samuel Henne, Anahita Razmi und Fabian Reimann ein. Das Gespräch zwischen den Stipendiaten des »Preis des Kunstvereins – Atelierstipendium Villa Minimo« 2010–2012 und der Kuratorin Ute Stuffer sowie dem Direktor René Zechlin gewährt einen besonderen Einblick in das jeweilige künstlerische Schaffen und bietet individuelle Hintergrundinformationen. Darüber hinaus besteht die einmalige Gelegenheit, die Künstler persönlich zu treffen und aus erster Hand etwas über die Entstehungsprozesse ihrer Werke sowie speziellen Einflussfaktoren zu erfahren.

Samuel Henne, Anahita Razmi, Fabian Reimann
Samuel Henne, Anahita Razmi, Fabian Reimann
	v. l. n. r. Samuel Henne, Anahita Razmi, Fabian Reimann
v. l. n. r. Samuel Henne, Anahita Razmi, Fabian Reimann
	Stipendiaten 2011-2012
Stipendiaten 2011-2012
Anahita Razmi
Anahita Razmi
Samuel Henne 	»untitled (Musée de l’Homme)«
Samuel Henne »untitled (Musée de l’Homme)«
Fabian Reimann 	»Quick Appearance« (Detail), 2012
Fabian Reimann »Quick Appearance« (Detail), 2012