Zeichen, gefangen im Wunder

Auf der Suche nach Istanbul heute

Zeichen, gefangen im Wunder Auf der Suche nach Istanbul heute
7.9.
10.11.2013
Kunstverein Hannover

Mit der Ausstellung »Zeichen, gefangen im Wunder« präsentiert der Kunstverein Hannover eine Momentaufnahme gegenwärtiger Kunstproduktion im Kontext von Türkei und Istanbul. Werke internationaler KünstlerInnen dreier Generationen skizzieren eine erfinderische Erzählung zu Kultur und Geschichte einer facettenreichen Metropole mit europäischen, orientalischen und asiatischen Einflüssen.

Die Ausstellung betont mittels Narration – als ein Thema zeitgenössischer Kunst – Wunder und Erstaunen in der Auseinandersetzung mit einer fremden Sprache und Kultur.

Die kuratorische Herangehensweise ist inspiriert von Literatur, in der das Entstehen kollektiver Vorstellungen über das Fremde thematisiert wird. Insbesondere Werke bedeutender Autoren wie Mario Levi, Orhan Pamuk, Franco Moretti oder Homi K. Bhabha haben großen Einfluss auf allgemeine Vorstellungen zu Istanbul und die einhergehende Entstehung von »Weltbildern« ausgeübt.

Eine Ausstellung des MAK, Wien
Beitrag zur 13. Istanbul Biennale »Titel Thesen Tempramente«

Teilnehmende Künstler
Hamra Abbas / Murat Akagündüz / Eylem Aladoğan / Meriç Algün Ringborg / Hüseyin Bahri Alptekin / Halil Altindere / CANAN / Cengiz Çekil / Banu Cennetoğlu / Lukas Duwenhögger / Cevdet Erek / Erdem Ergaz / Murat Gök / Sibel Horada / Aki Nagasaka / Olaf Nicolai / Marcel Odenbach / Füsun Onur / Ahmet Öğüt / Mario Rizzi / Nasra Şimmes / Erdem Taşdelen / Cengiz Tekin

14.00 Uhr
Hoffest

Das Schauspiel Hannover und das Künstlerhaus (Kino im Künstlerhaus, Literaturhaus Hannover, Kunstverein Hannover) laden unter dem Motto »Hoffestspiele« zum traditionellen Hoffest ein, bei dem in diesem Jahr die einzelnen Institutionen teilweise ihre Räumlichkeiten tauschen. Es gibt ein buntes Programm für Groß und Klein mit Kunst, Performance, Führung, Theater, Lesung, Musik, Tanz und Spiel.

Eintritt frei

weitere Informationen

19.00 Uhr
Szene Istanbul: Eine Kultur im Wandel
Diskussion

Im Rahmen der Ausstellung »Zeichen gefangen im Wunder – Auf der Suche nach Istanbul heute« diskutieren Bärbel Vischer, Kuratorin
MAK, Wien, und René Zechlin,Direktor des Kunstvereins, im Gespräch mit türkischen Künstlern und Kuratoren über Kunst und Kultur der Türkei.

Vorträge und Gespräche im Überblick

19.00 Uhr
Film mit Künstlergespräch: Mario Rizzi »Kazın Ayağı – Actually that’s not the case«
2012, türkisch mit engl. Untertiteln

Im Rahmen der Ausstellung »Zeichen gefangen im Wunder – Auf der Suche nach Istanbul heute« präsentiert der Künstler Mario Rizzi (*1962, Italien) seinen Film »Kazın Ayağı« mit Einführung und anschließendem Künstlergespräch.
Der Film dokumentiert die Produktion eines modernen Schattentheaters, das auf traditionelle Karagöz-Techniken zurückgreift und die rasante Gentrifizierung einzelner Stadtteile Istanbuls reflektiert

Während der Ausstellungslaufzeit wird ein weiterer Film von Mario Rizzi gezeigt: »Murat ve Ismail«, 2006, türkisch mit engl. Untertiteln
Samstag, 28. September, 20.00 Uhr (im Rahmen des Thementags)
Mittwoch, 9. Oktober 20.00 Uhr (im Anschluss an die kuratorische Führung)
Mittwoch, 6. November 20.00 Uhr (im Anschluss an die kuratorische Führung)

weitere Veranstaltungen

12.00–22.00 Uhr
Thementag »Orientexpress«
Eine Zusammenarbeit von Kunstverein Hannover, Kino im Künstlerhaus und Literaturhaus Hannover

In loser Folge veranstalten Literaturhaus, Kunstverein und Kino im Künstlerhaus mehrmals im Jahr Thementage, die auch bestimmte kulturelle und gesellschaftliche Situationen in den Fokus nehmen.

12.00–22.00 Uhr
Ausstellung »Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute«

12.00 Uhr
»Kunsttauchkurs« für Kinder ab 5 Jahren
Unter dem Motto: »Gölü – tauchen auf Türkisch« (in deutscher Sprache) können Kinder ab 5 Jahren innerhalb des Vermittlungsangebots als Kunsttaucher in die Welt der türkischen Kunst eintauchen. Gemeinsam mit einer erfahrenen Künstlerin werden spielerisch und experimentell Farben, Formen, Körper und Räume der aktuellen Ausstellung im Kunstverein untersucht und kreativ erforscht.

15.00–18.00 Uhr
»Kinderkunstrallye« für Kinder von 6 bis 12 Jahren

14.00, 16.30, 18.30 Uhr
Führungen durch die Ausstellung

14.00–21.00 Uhr
Çayhane – Türkische Teebar
Passend zum Thema der aktuellen Ausstellung gibt es Tee auf türkische Art zubereitet sowie türkische Gebäckspezilitäten.
Im Kunstverein Hannove

17.30 Uhr
Filmland Türkei: »Ah Gardaşım« von Kadir İnanır, 1991
(Kino im Künstlerhaus)

19.30 Uhr
Lesung: Matthias Politycki »Samarkand Samarkand«
NDR Kultur – Autoren lesen
(Literaturhaus Hannover)

20.00 Uhr
Film: »Murat ve Ismail« von Mario Rizzi, 2006
türkisch mit engl. Untertiteln
(in den Ausstellungsräumen)

21.00 Uhr
Filmland Türkei: »Devrim Arabaları« von Tolga Örnek, 2010
(Kino im Künstlerhaus)

Kombiticket 12 € für alle Veranstaltungen des Thementages erhältlich an der Vorverkaufskasse im Künstlerhaus (geöffnet Montag bis Freitag 12.00–18.00 Uhr, Telefon 0511 168-41222).

20.00 Uhr
Film: Mario Rizzi »Murat ve Ismail«
2006, türkisch mit engl. Untertiteln

In einem Schuhgeschäft in Istanbul verkörpern Vater und Sohn die unterschiedlichen Wertesysteme zwischen den Generationen. Gleichzeitig werden die Auswirkungen der Globalisierung und der wirtschaftlichen Transformation Istanbuls thematisiert.

Der Film wird an diesem Tag im Rahmen des Thementages »Orientexpress« im Künstlerhaus gezeigt.
Die Veranstaltung ist im Kombiticket inbegriffen

Näheres zum Thementag sowie weiteren Veranstaltungen

20.00 Uhr
Film: Mario Rizzi »Murat ve Ismail«
2006, türkisch mit engl. Untertiteln

In einem Schuhgeschäft in Istanbul verkörpern Vater und Sohn die unterschiedlichen Wertesysteme zwischen den Generationen. Gleichzeitig werden die Auswirkungen der Globalisierung und der wirtschaftlichen Transformation Istanbuls mit dem Verlust des Handwerks thematisiert.

Der Film wird an diesem Tag im Anschluss an die kuratorische Führung (um 19.00 Uhr; mit Ute Stuffer, Kuratorin) gezeigt.
Führung und Film sind im Eintrittspreis inbegriffen

weitere Führungen
weitere Filmabende und sonstige Veranstaltungen

19.00 Uhr
Brückenschlag zwischen Asien und Europa – Die ökonomische und geopolitische Bedeutung der Türkei
Podiumsgespräch

Podiumsgespräch mit Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG; Dipl.-Kfm. Kudret Ceran, Handelsattaché des Generalkonsulats der Republik Türkei in Hannover, Ahmet Yılmaz, Wirtschaftswissenschaftler und geschäftsführender Gesellschafter der Firma Extim GmbH, Braunschweig.

weitere Vorträge und Gespräche

Das Gewaltpotenzial der Religionen
Symposium

mit Prof. Dr. Margot Käßmann, Reformationsbotschafterin der EKD; Dr. Charlotte Knobloch, Stellvertretende Vorsitzende des World Jewish Council; Wilhelm Heitmeyer, Konfliktforscher; Sudhir Kakar, Psychologe; Dan Diner, Historiker; Omar Hamdan, Theologe u. a.

Teilnahme nur mit Voranmeldung!
Das Symposium ist bereits ausgebucht, es ist leider keine weitere Anmeldung möglich

Vertreter der Religionsgemeinschaften und verschiedene Wissenschaftler diskutieren, inwieweit den Religionen Judentum, Christentum und Islam ein Konfliktpotenzial inhärent ist.

Eine Veranstaltung von Prof. Dr. Dr. Ina Wunn, Institut für Theologie und Religionswissenschaft, Leibniz Universität Hannover

weitere Informationen

20.00 Uhr
Film: Mario Rizzi »Murat ve Ismail«
2006, türkisch mit engl. Untertiteln

In einem Schuhgeschäft in Istanbul verkörpern Vater und Sohn die unterschiedlichen Wertesysteme zwischen den Generationen. Gleichzeitig werden die Auswirkungen der Globalisierung und der wirtschaftlichen Transformation Istanbuls mit dem Verlust des Handwerks thematisiert.

Der Film wird an diesem Tag im Anschluss an die kuratorische Führung (um 19.00 Uhr; mit René Zechlin, Direktor und Ute Stuffer, Kuratorin) gezeigt.
Führung und Film sind im Eintrittspreis inbegriffen

weitere Führungen
weitere Filmabende und sonstige Veranstaltungen

19.00 Uhr
Das Museum der Unschuld
Vortrag von Johanna Sunder-Plassmann, Künstlerin

Ein Buch wird Wirklichkeit: Für den Schriftsteller Orhan Pamuk überführte das Architektenbüro Brigitte und Gregor Sunder-Plassmann zusammen mit der Künstlerin in Istanbul den Roman »Das Museum der Unschuld« in reale Architektur.

zur Rubrik Vorträge und Gespräche

Murat Gök 	»Border (Hammock)«, 2010
Murat Gök »Border (Hammock)«, 2010
	Ausstellungsansicht Kunstverein Hannover »Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute«, 2013
Ausstellungsansicht Kunstverein Hannover »Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute«, 2013
	Ausstellungsansicht Kunstverein Hannover »Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute«, 2013
Ausstellungsansicht Kunstverein Hannover »Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute«, 2013
	Ausstellungsansicht Kunstverein Hannover »Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute«, 2013
Ausstellungsansicht Kunstverein Hannover »Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute«, 2013
	Ausstellungsansicht Kunstverein Hannover »Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute«, 2013
Ausstellungsansicht Kunstverein Hannover »Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute«, 2013
	Ausstellungsansicht Kunstverein Hannover »Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute«, 2013
Ausstellungsansicht Kunstverein Hannover »Zeichen, gefangen im Wunder. Auf der Suche nach Istanbul heute«, 2013
Halil Altindere 	»Tahribad-i syan: Wonderland«, 2013
Halil Altindere »Tahribad-i syan: Wonderland«, 2013
Füsun Onur 	»Miracle (symphonic poem)«, 2013
Füsun Onur »Miracle (symphonic poem)«, 2013