88. Herbstausstellung

niedersächsischer Künstlerinnen und Künstler

88. Herbstausstellung niedersächsischer Künstlerinnen und Künstler
18.8.
28.10.2018
Kunstverein Hannover

Bereits zum 88. Mal findet die »Herbstausstellung niedersächsischer Künstlerinnen und Künstler« im Kunstverein Hannover sowie an weiteren Orten statt. Mit der Herbstausstellung knüpft der Kunstverein Hannover an seine Historie an, da die »Szene« in diesem Ausstellungsformat seit der Gründung des Vereins ihren Ort der Präsentation fand. Einmal mehr zeigt der Kunstverein Hannover im Kontext seines internationalen Programms seine aufrichtige Verbundenheit zu den Künstlerinnen und Künstlern Niedersachsens und Bremens, die sich in einem Open Call-System bewerben können. Bei der letzten Ausgabe waren dies über 500 Künstlerinnen und Künstler, die entweder in Niedersachsen oder Bremen geboren sind oder hier leben; gezeigt wurden rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer institutionsübergreifenden begleitenden Ausstellung sowie in einem Katalog.

Auch 2018 trifft eine aus Vertretern des Vereins sowie fachkompetenten Personen zusammengesetzte Jury ihre Auswahl. Anschließend werden die verschiedenen Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten im Kunstverein, in der Städtischen Galerie Kubus und der Galerie »Vom Zufall und vom Glück« ausstellen. Wir möchten an den 2015 gestarteten Versuch, die räumliche Ausstellung ins Digitale zu erweitern, anknüpfen und und planen zudem, neue Orte aufzusuchen.

Im Januar 2018 startete die Ausschreibung, um möglichst früh und weitreichend Künstlerinnen und Künstler aufzufordern, sich zu bewerben. Für das Publikum und ebenso für uns bedeutet die Herbstausstellung immer auch, neue Arbeiten von bereits bekannteren Positionen zu erkunden sowie neue, nicht nur junge, sondern bisweilen übersehene Talente zu entdecken. Künstler wie Kurt Schwitters oder Timm Ulrichs haben bereits in jungen Jahren den Weg in den Kunstverein auf diese Weise gesucht und gefunden, und bei der 87. Herbstausstellung waren beispielsweise Professorinnen wie Dörte Eißfeldt, Frances Scholz oder Franka Hörnschemeyer unter den Ausstellenden, zum Teil neben ihren Studierenden.

Als eine mittlerweile traditionsreiche Besonderheit der Herbstaustellung ist die Vergabe des begehrten »Kunstpreises der Sparkasse Hannover« zu nennen, der nicht zuletzt insbesondere für die »etablierteren« Künstlerinnen und Künstler ein wichtiger Anlass ist, sich dem Prozedere der Bewerbung zu unterziehen. Hierbei geht es nicht nur um die Dotierungssumme von 10.000 Euro, sondern die Ehre und Wertschätzung, die insbesondere mit diesem Preis verbunden wird.

Das System der Ausschreibung für diese Ausstellung bedeutet eine besondere Herausforderung organisatorischer Natur. Dieses System wird jedoch nicht nur aufgrund der Historie bemüht, sondern lässt sich bei vielen Ausstellungsforamten international als eine basisdemokratische Methode beobachten, um die gängigen Pfade der Kunstwahrnehmung (durch andere Ausstellungen, GaleriePräsentationen, Atelierbesuche u.v.m.) von Kuratorinnen und Kuratoren infrage zu stellen, bzw. sich auf Ungeahntes einzulassen. So stellt die Herbstausstellung eine besondere Chance, aber auch ein Feld für Überraschungen dar.