Die umfangreiche Werkschau Koenraad Dedobbeleers (*1975 in Halle / BE, lebt in Brüssel) versammelt vornehmlich Arbeiten der letzten Jahre und wurde in Kooperation mit dem Kunst Museum Winterthur sowie der Kunsthalle Wiels entwickelt. Im Mittelpunkt der künstlerischen Praxis Dedobbeleers steht die Frage, was sich in der heutigen Welt all jenen Gegenständen oder (Kunst-)Objekten, die für Alltag, Erbauung und Luxus des Menschen hergestellt wurden, noch hinzufügen lässt. Dedobbeleer fragt nach der Herkunft der Dinge bzw. – wie im Titel angedeutet – nach der »Sache« als solcher. Formal ist es hierbei gleichwertig, ob der Künstler seine Kunstwerke aus Gefundenem formt oder diese händisch oder maschinell generiert werden. High und Low werden humorvoll miteinander verwoben.
Die Ausstellung versammelt in Form einer individuellen, musealen Präsentation Exponate, die sich von der Abbildung einer antiken Haartracht über ein Gipsmodell der Göttin Diana mit neuer Nase bis hin zu großen Objekten, die an Turngeräte erinnern, und wiederum Skulpturen, die Nüsse oder frisches Obst enthalten, erstrecken. Mehrere Objekte der Ausstellung dienen (in Tisch- oder gebauter Form) als Träger für gesammelte Gegenstände: Gefundene und gemachte Dinge, Reproduktionen oder Fotografien. Kulturhistorisch gewachsene Sehgewohnheiten und europäisch geprägte Konventionen von Kunstausstellungen werden in Dedobbeleers »Galerie der Materialkultur« zu einer ganz eigenen imaginären und doch sehr realen Ausstellung zusammengeführt, die nicht zuletzt an die Moderne und an von Alexander Dorner mit Künstlern in Hannover entwickelte, damals neue Formen der Ausstellungsinszenierung anknüpft.

15.00–16.00 Uhr
Sonntagsführung
durch die Ausstellung »Sache: Gallery of Material Culture« von Koenraad Dedobbeleer

Bekommen Sie einen Einblick in die Ausstellung »Sache: Gallery of Material Culture« von Koenraad Dedobbeleer.

17.00 Uhr
Künstlergespräch

mit Koenraad Dedobbeleer

18.00 Uhr
Atelierbesuch

organisiert vom Beirat des Kunstvereins

Besuch des Atelierkollektivs »2a- Studios«

Exklusiv für Mitglieder!
Anmeldung bis Do. 16.01.

12.30–13.00 Uhr
Augenschmaus im Kunstverein

Kurzführung durch die Ausstellung »Sache: Gallery of Material Culture« von Koenraad Dedobbeleer (ca. 30 Min.).

15.00–18.00 Uhr
Open Space

Die Mitmach-Werkstatt mitten in der Ausstellung für alle Altersgruppen. In thematischer Anknüpfung an die Ausstellung werden wöchentlich jeweils andere künstlerische Techniken angeboten.

In Dedobbeleers Werken sind Reproduktionen anderer Kunstobjekte sichtbar, welche er oftmals in einen neuen Zusammenhang stellt.
Mit Blick auf diese Kunstwerke beschäftigen wir uns heute mit dem Thema Collage (von frz. coller: „kleben“). Ausgestattet mit diversen Materialien wie Kunstmagazinen, Plakaten, Papier und Stiften, werden wir ein neues Ganzes schaffen, indem wir verschiedene Elemente auf eine Unterlage kleben.

ohne Anmeldung, Einstieg jederzeit möglich
Materialgebühr 3 € pro Person / unter 18 Jahren 1 €

Weitere Informationen

12.00–13.30 Uhr
Kunsttauchkurs
Punktgenau gesetzt // für Kinder im Alter von 5–8 Jahren

Spielerisches Eintauchen in die Ausstellung mit einer Künstlerin.

5 € / 3 € für Mitglieder-Kinder

Information / Anmeldung:
kinder@kunstverein-hannover.de

alle Kunsttauchkurse auf einen Blick

14.30–16.00 Uhr
Kunsttauchkurs
Luftige Drehmomente // für Kinder im Alter von 8–11 Jahren

Spielerisches Eintauchen in die Ausstellung mit einer Künstlerin.

5 € / 3 € für Mitglieder-Kinder

Information / Anmeldung:
kinder@kunstverein-hannover.de

alle Kunsttauchkurse auf einen Blick

15.00–16.00 Uhr
Sonntagsführung
durch die Ausstellung »Sache: Gallery of Material Culture« von Koenraad Dedobbeleer

Bekommen Sie einen Einblick in die Ausstellung »Sache: Gallery of Material Culture« von Koenraad Dedobbeleer.

19.00 Uhr
Kunstsalon
Das Bauhausjahr, was davon bleibt und die Marke Bauhaus

Prof. Dipl.-Ing. Philipp Oswalt betrachtet in seinem Vortrag »Das Bauhausjahr, was davon bleibt und die Marke Bauhaus« am Montag 27. Januar im Kunstverein Hannover kritisch die »Ikone Bauhaus« und den Bauhausstil unter dem Aspekt der Markenbildung und -verwendung. Wie funktional und sozial war die Sprache des Bauhauses, und wurden die damit einhergehenden Verpflichtungen je eingelöst? Mit einem scharfen und differenzierten Blick schaut Philipp Oswalt rückblickend auf das Ende des Bauhausjubiläumsjahres mit seinem groß aufgezogenen Programm und gibt seine Einschätzung zum zeitgemäßen Umgang mit der Bauhaus-Tradition.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Koenraad Dedobbeleer »Sache: Gallery of Material Culture«, 2019
Koenraad Dedobbeleer »Sache: Gallery of Material Culture«, 2019
Koenraad Dedobbeleer »Sache: Gallery of Material Culture«, 2019
Koenraad Dedobbeleer »Sache: Gallery of Material Culture«, 2019
Koenraad Dedobbeleer »Nominal Representation«, 2019
Koenraad Dedobbeleer »Nominal Representation«, 2019
Koenraad Dedobbeleer »Ablaut«, 2016
Koenraad Dedobbeleer »Ablaut«, 2016
Koenraad Dedobbeleer »Things are Stubbornly Thinglike IV«, 2018
Koenraad Dedobbeleer »Things are Stubbornly Thinglike IV«, 2018