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Omer Fast
22. November 2008–18. Januar 2009
Omer Fast (*1972) gehört zu den markantesten Film- und Video-
künstlern der jüngeren Generation. Die Werke des in Jerusalem geborenen und seit 2001 in Berlin lebenden Künstlers sind in den letzten Jahren durch Ausstellungen im Carnegie Museum in Pittsburg, im Museum of Art in Indianapolis und im MUMOK in Wien aufgefallen, wo er u. a. erstmals The Casting (2007) präsentierte: Eine Mehrkanal-Videoarbeit, die im April 2008 im Rahmen der Whitney Biennale vom Whitney Museum of American Art mit einem der international renommiertesten Kunstpreise ausgezeichnet wurde.
In seinen Doppel- und Mehrfachprojektionen untersucht Fast, wie Erfahrung in Erinnerung transformiert und dann vermittelt, gespeichert oder ausgeblendet wird. Dabei interessiert ihn gleichermaßen die persönliche Wahrnehmung und die öffentliche Darstellung von Ereignissen. So interviewte er für Spielbergs List (2003) Krakauer Bürger, die als Statisten bei dem Oscar prämierten Film Schindler´s List von Steven Spielberg mitgespielt haben. Während die Laiendarsteller von ihren Erfahrungen berichten, ist für den Betrachter immer weniger zu unterscheiden, ob es sich dabei um Augenzeugenberichte des historischen Geschehens oder Erinnerung an die Filmaufnahmen handelt. Auch die Bilder changieren zwischen Aufnahmen der Stadt Krakau, den Überresten des früheren Konzentrationslagers Plazwow und der unmittelbar angrenzenden Filmkulisse. Dieses Ineinander-Verschränken und permanente Switchen zwischen persönlicher Erinnerung und historischer Rekonstruktion spielt eine signifikante Rolle in Fasts Werk. Der Betrachter spürt förmlich die permanente Ambivalenz zwischen Authentischem und Fiktionalem.
Die Logik einer linearen Erzählung wird durch die für Fast charakteristische Montagetechnik unterlaufen: Bild und Ton der filmischen Bestandsaufnahmen werden in Einzelteile zerlegt und in akribischer Feinarbeit neu formiert. So setzte Fast in der 18 Minuten langen Arbeit CNN Concatenated (2002) den Monolog verschiedener Nachrichtensprecher aus Aufzeichnungen von 10 000 Begriffen Wort für Wort zusammen. Weitaus komplexer sind Fasts Montagen in The Casting (2007), in der unterschiedliche Szenen auf Vorder- und Rückseite zweier Leinwände projiziert werden, die entsprechend nicht zeitgleich betrachtet werden können. Ausgangspunkt bildet ein Interview, das Fast 2006 mit einem US-Soldaten vor einem erneuten Einsatz im Irak geführt hat. Darin berichtet er von zwei traumatischen Ereignissen privater wie beruflicher Natur, die Fast zu permanent ineinander übergehenden Geschichten mit einheitlicher Tonspur verarbeitete.
Interessanterweise wirken die Szenen auf den ersten Blick wie merkwürdig vertraute fotografische Aufnahmen. Erst kleine Details – wie aufsteigender Rauch – verdeutlichen, dass es sich hierbei um filmische Zeitbilder handelt. Fast hat Schauspieler gebeten, die vom Soldaten beschriebenen Ereignisse gemäß medialer Vorbilder nachzustellen und für mehrere Sekunden „innezuhalten“. Gerade dieser vermeintliche Stillstand ermöglicht dem Betrachter, die dokumentarisch anmutenden Szenen als Stereotypen medialer Inszenierung zu entlarven. Auch die Positionierung der Projektionsflächen im Ausstellungsraum forciert – entgegen den kinomatografischen Sehgewohnheiten – eine Aktivierung des Betrachters, der die komplexen Montagen in der Bewegung nachvollziehen muss. Die Überzeugungskraft von Omer Fasts Arbeiten liegt vor allem in der Verweigerung, Erfahrungen gemäß den Konventionen historischer Rekonstruktion in eine konsumierbare Erzählung zu verwandeln.
Die Ausstellung im Kunstverein Hannover stellt deutschlandweit die erste institutionelle Über-
sichtspräsentation von Omer Fast dar und versammelt Arbeiten von 2002 bis 2008.
Teile der Ausstellung werden im Anschluss im Kunsthaus Baselland (CH) zu sehen sein.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog und eine Edition. | Omer Fast | | 22.11.2008 – 18.01.2009 | Eröffnung: Freitag, 21. November 2008 um 20 Uhr
Führungen: jeden Sonntag um 11 und 15 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
Talking Labels: Mitarbeiter des Kunstvereins beantworten Ihre Fragen zur Ausstellung
jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr
jeden Sonntag von 11 bis 19 Uhr
Sonntag ist Freitag!
Ab sofort ist jeden Sonntag der Eintritt frei im Kunstverein Hannover. |
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Edition:
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Omer Fast: Munich (Failed Projects in Europe), 2004/2008
| | Unterstützt durch: | Land Niedersachsen
Der Kunstverein Hannover wird vom Kulturbüro der Landeshauptstadt institutionell gefördert. |
Begleitveranstaltungen zu dieser Ausstellung.

PLATTFORM #5 – Die Kunsthochschule Kassel zu Gast im Kunstverein Hannover
 | Gelatine Girls
(Steffi Simmen, Kati Liebert)
Sweet Gelatine Valley, 2008
 |  | Helena Schätzle
Gefärbte Welten, 2006–2008
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5. November – 9. November
Mit der im jährlichen Turnus angelegten Veranstaltungsreihe PLATTFORM fokussiert der Kunstverein Hannover den Zusammenhang von künstlerischer Ausbildung und Ausstellungsvermittlung. Das kooperative Projekt plattform #5 findet dieses Jahr in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule Kassel satt. Neben der Präsentation von installativen Videoarbeiten, Fotografien und Skulpturen dokumentiert die Kunsthochschule Kassel ihr Selbstverständnis durch ein umfangreiches Vortrags- und Performanceprogramm sowie verschiedene Live-Aktionen: Ungeliebte Bilder, Möbel und Kleider werden von den Fachbereichen Industriedesign, Malerei und Design textiler Produkte in neue Objekte transformiert und aktuelle Ereignisse vom Fachbereich Visuelle Kommunikation typografisch aufgearbeitet. Statt den Kunstverein als schlichten Abspielort zu benutzen, wird er für die Dauer eines verlängerten Wochenendes in eine offene Workshop-Bühne verwandelt. Die innerhalb dieses Rahmens geplante Ausstellung entwirft sich als nach allen Seiten hin offenes Work in Progress. Konkret bedeutet das: Eine Jury, bestehend aus Mitarbeitern des Kunstvereins und Professoren der Hochschule, wählt aus allen Studenten der Kunsthochschule diejenigen aus, die ihre Beiträge nicht als statische Ausstellungsprodukte, sondern als flexible, prozessuale Angebote entwerfen. Aus einer gemeinsamen Diskussion heraus sollen sich Form und gegenseitige Einflussnahme der Positionen während der fünftägigen Präsentation laufend ändern und verschieben.
Um diesen prozessualen Brennpunkt herum gruppieren sich regional wie überregional besetzte Vorträge und eine Podiumsdiskussion. Als Diskursplattformen sollen diese Angebote eine wesentliche Aufarbeitung hochschulspezifischer wie auch allgemeiner Fragen zur Situation von Lehre, Ausbildung und Vermittlung leisten.
Im letzten Jahr wurde die Plattform in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule Malmø in Schweden, der HFBK Hamburg, der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und der Fachhochschule durchgeführt.
| PLATTFORM #5 – Die Kunsthochschule Kassel zu Gast im Kunstverein Hannover | | 05.11.2008 – 09.11.2008 | Eröffnung: Dienstag, den 4. November 2008 um 19 Uhr
Flyer als PDF zum Download: Vorderseite / Rückseite | | Unterstützt durch: | Sparkasse Hannover
Freundeskreis der Kunsthochschule Kassel
Land Niedersachsen
Der Kunstverein Hannover wird vom Kulturbüro der Landeshauptstadt institutionell gefördert. |
Begleitveranstaltungen zu dieser Ausstellung.

LEIGH BOWERY
31. August – 26. Oktober 2008
Mit dem australischen Künstler Leigh Bowery (1961–1994) widmet sich der Kunstverein Hannover einem der schillerndsten Grenzgänger der Londoner Club-, Mode- und Kunstszene der 80er und 90er Jahre. Bowery, der 1980 von Australien nach London übersiedelte, machte seine Sexualität zum ästhetischen Ausdrucksmittel und benutzte dabei bewusst den eigenen Körper in seiner überbordenden Fülle als künstlerisches Medium. Seine Verkleidungen, Maskeraden, Travestien untersuchen die Begriffe Mode und Körper in ihren Grenzbereichen zu unterschiedlichsten gesellschaftlichen Feldern. Seine körperliche Massigkeit nimmt Bowery zum Ansatzpunkt eines extrovertierten und extravaganten Körperkults, in dem sich die Konzepte von Hässlichkeit und Schönheit, von gesellschaftlicher Normiertheit und Grenzüberschreitung überkreuzen.
Das Ergebnis war eine Kunstfigur, unter der Bowery selbst vollkommen verschwand und die in unterschiedlichen Bereichen rezipiert wurde. So ließ sich Lucian Freud von Bowery zu einigen seiner faszinierendsten Aktdarstellungen inspirieren. 1988 entdeckte ihn der Londoner Galerist Anthony d’Offay, und Bowery posierte während seiner „Ausstellung“ Tag für Tag in wechselnden Kostümen im Schaufenster der Galerie.
Diese erste Performance im Kunstkontext war auch der Beginn der Zusammenarbeit mit dem Fotografen Fergus Greer, der ihn bis zu seinem frühen Tod (er starb 1994 an den Folgen einer HIV-Infektion) begleiten sollte. Greer hielt die exaltierten Posen Bowerys in immer neuen, selbst gefertigten Outfits mit jenen über 200 Studioaufnahmen fest, die bis heute die unbeschwerte Sonnenseite, die makellose Oberfläche seines Werkes bilden, das für so unterschiedliche Künstler- und Kunst-Persönlichkeiten wie Boy George, Vivienne Westwood oder Alexander McQueen stilprägend werden sollte. Dass sich hinter dieser exaltierten Modefassade ein Werk eröffnet, das in außerhalb der Club-Szene bis dato unbekannte Abgründe zwischen Punk-Ballett und SM-Performances vordringt, macht die Beschäftigung mit der Kunst-Figur Bowerys darüber hinaus besonders interessant.
Die eleganten Hochglanz-Fotografien wurden nach seinem Tod einerseits zum eindrücklichen Vermächtnis einer rastlosen Arbeit an sich und seiner Kunstfigur, erschweren jedoch andererseits die Rezeption des sich hinter dieser Oberfläche verbergenden, sich in unterschiedliche Subkulturen verzweigenden Werkes.
Die Ausstellung im Kunstverein Hannover möchte dementsprechend neben den Kostümen und Modefotografien wesentlich auch den Grenzgänger zwischen Kunst und Subkultur, zwischen Körperkult und einer Ästhetik des Hässlichen, zwischen Queer-Kult und homoerotischem Outcome beleuchten – und so unter seinen vielfältigen Camouflagen Leigh Bowery als einen der produktivsten Künstler an der Grenze von High und Low, von Kunstgeschichte und Club-Kultur sichtbar werden lassen.
Zur Ausstellung, die im Rahmen des Projektes „Hannover Goes Fashion“ stattfindet, erscheint ein Katalog.
Weitere Informationen zu Hannover goes Fashion | LEIGH BOWERY | | 31.08.2008 – 26.10.2008 | Eröffnung: Samstag, 30. August 2008
Eröffnung in allen zehn beteiligtem Institutionen: "Open House" 16-21 Uhr
19 Uhr Begrüßung und Einführung im Kunstverein Hannover
Führungen: jeden Sonntag um 15 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
Talking Labels: Mitarbeiter des Kunstvereins beantworten Ihre Fragen zur Ausstellung
jeden Sonntag von 16 bis 17 Uhr jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr | | Katalog: | Informationen und Bestellmöglichkeit |
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Editionen:
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Johnny Rozsa, Leigh Bowery and Trojan, 1983/2008
Fergus Greer, Session VI, Look 31, März 1992/2008
| | Unterstützt durch: | EUROPÄISCHE UNION Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Hannover Marketing GmbH
Sparkasse Hannover
Niedersächsische Sparkassenstiftung
Niedersächsische Lottostiftung
NORD/LB
Land Niedersachsen
Der Kunstverein Hannover wird vom Kulturbüro der Landeshauptstadt institutionell gefördert. |
Begleitveranstaltungen zu dieser Ausstellung.

NORDLICHTER 84. Herbstausstellung niedersächsischer Künstler
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 |  | Özlem Sulak, Granny, 2005
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Degenhard Andrulat, Katharina Arndt, Norbert Bauer/Ralf Tekaat, Rolf Bier, Annemarie Blohm, Baldur Burwitz, Lisa Busche, Claudia Christoffel, Bettina Cohnen, Franziska Cordes, Thomas Dillmann, Christian Dootz, Dennis Feser, Dieter Froelich, Christian Haake, Tatjana Hallbaum, Margrèt Ròs Hardardòttir, Petra Kaltenmorgen, Hans Karl, Delia Keller, Kalin Lindena, Lotte Lindner/Till Steinbrenner, Axel Loytved, Andrea v. Lüdinghausen, Mirko Martin, Christiane Möbus, Daniel Mueller-Friedrichsen, Sebastian Neubauer, Christiane Oppermann, Olav Raschke, Christine Schulz, Preechaya Siripanich, Özlem Sulak, Timm Ulrichs, Anna-Roberta Vattes, Ralf Ziervogel
28. Juni 2008–17. August 2008
Als einziger Übersichtsschau zur zeitgenössischen Kunst in Niedersachsen und Bremen kommt der Herbstausstellung für das kulturelle Profil des Landes eine herausragende Bedeutung zu. Vom 28. Juni bis zum 17. August werden insgesamt 36 aus über 390 Bewerbungen ausgewählte künstlerische Positionen im Kunstverein Hannover, in der NORD/LB art gallery und in der Kunsthalle Faust präsentiert. „Nordlichter“ stellt wichtige Künstler der Norddeutschen Kunstszene wie beispielsweise Timm Ulrichs, Christiane Möbus, Hans Karl und Rolf Bier neben bislang unbekannten Talenten vor. Traditionsgemäß wurden aus den einjurierten KünstlerInnen die Stipendiaten für den „Preis des Kunstvereins Hannover“ ermittelt sowie der Preisträger für den „Kunstpreis der Sparkasse Hannover“.
Degenhard Andrulat erhält den Kunstpreis der Sparkasse Hannover. Der Preis des Kunstvereins – Atelierstipendium Villa Minimo geht an Özlem Sulak und Sebastian Neubauer.
Nähere Informationen
Neben international renommierten jungen Künstlern wie Ralf Ziervogel und Kalin Lindena ist im Kunstverein Hannover u. a. eine raumgreifende Installation von Timm Ulrichs zu sehen, die spielerisch die Bedingungen und Unzulänglichkeiten unserer Wahrnehmungen beleuchtet. Mit der Arbeit „Loop“ von Baldur Burwitz, einer Mischung aus Treppenlift und Achterbahn, können Sie (zumindest in ihrer Vorstellung) durch den Kunstverein fahren.
In der NORD/LB art gallery wenden die Malereien von Thomas Dillmann und die Fotografien von Petra Kaltenmorgen das Alltägliche in das Grau-in-Grau des Fremden, sich Entziehenden. Andrea von Lüdinghausen durchbricht mit fotografischen Mittel die Grenzen des Ausstellungsraumes. Rolf Bier hingegen sammelt über ein ganzes Jahr Tag für Tag alle Tiere, die er sieht, und hält sie fest in seinem Buch „Tiere in meiner Welt – meine Welt der Tiere“.
In der Kunsthalle Faust stellt Christian Haake mit seinen Installationen und Objekten Fragen nach der Maßstabsgerechtigkeit von Wirklichkeit, Wahrnehmung und Bild, während Christine Schulz´ Installation Eckpfeiler der Mobilität wie Tourismus, Verkehr und Migration thematisiert und zugleich ein multimediales Feuerwerk aus Film, Ton Dias und Licht inszeniert. Die Fotos von Mirko Martin bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen dem realen und dem cineastischen Hollywood, wenn er auf und am Rand aufwändiger Filmsets fotografiert. Schon diese kurze Auswahl verweist auf die spannende Heterogenität der niedersächsischen Kunstszene, die sich auch in diesem Jahr wieder in einem hochkarätigen Bewerberfeld ebenso abzeichnete, wie in dem durchweg beeindruckenden Rundgang durch die drei ‚nordlichternden’ Spielorte der diesjährigen Herbstausstellung.
Zur Ausstellung, die durch zahlreiche Begleitveranstaltungen ergänzt wird, erscheint ein Katalog.
Verteilung der Künstler in den einzelnen Institutionen NORDLICHTER 84. Herbstausstellung niedersächsischer Künstler | | 28.06.2008 – 17.08.2008 | Öffnungszeiten an allen drei Orten Di–Sa 12–19 Uhr I sonn- und feiertags 11-19 Uhr
Eintritt 4 €/3 € (ermäßigt) I freier Eintritt jeden Mittwoch
Führungen: jeden Sonntag um 14 Uhr in der NORD/LB art gallery, 15 Uhr im Kunstverein,
16.30 Uhr in der Kunsthalle Faust
Talking Labels: Mitarbeiter des Kunstvereins beantworten Ihre Fragen zur Ausstellung
jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr in der NORD/LB art gallery
jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr im Kunstverein
jeden Sonntag ab 17 Uhr in der Kunsthalle Faust
Förderer des Preis des Kunstvereins sind die Niedersächsische Lottostiftung und die Firma Gundlach GmbH & Co. KG.
| | Katalog: | Informationen und Bestellmöglichkeit | | Unterstützt durch: | Sparkasse Hannover
Niedersächsische Sparkassenstiftung
Stiftung Kulturregion Hannover
Land Niedersachsen
Der Kunstverein Hannover wird vom Kulturbüro der Landeshauptstadt institutionell gefördert.
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Begleitveranstaltungen zu dieser Ausstellung.

ÜBERBLICK – 25 Jahre Preis des Kunstvereins Hannover – Atelierstipendium Villa Minimo
Das 25-jährige Jubiläum des „Preis des Kunstvereins Hannover – Atelierstipendium Villa Minimo“ nimmt der Kunstverein zum Anlass, die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Stipendiums zu würdigen und zu beleuchten. In einer Jubiläumsausstellung werden in drei Räumen des Kunstvereins aktuelle Arbeiten bisheriger Preisträger präsentiert und die Geschichte des Preises anhand von Dokumentations- und Pressematerial veranschaulicht.
Der Preis des Kunstvereins Hannover gehört zu den umfangreichsten und damit wichtigsten Förderstipendien in Niedersachsen. Er besteht aus einem Atelierstipendium in der „Villa Minimo” der Firma Gundlach und einer abschließenden Ausstellung im Kunstverein incl. Publikation. Das Stipendium setzt dort an, wo es für die künstlerische Entwicklung am notwendigsten ist, bei der Sicherung des Wohn- und Arbeitsraumes sowie der Lebenshaltungskosten. In den vergangenen 25 Jahren konnten bis heute 33 Künstler gefördert werden.
Teilnehmer in chronologischer Reihenfolge
Rüdiger Barharn, Ralph Kull, Klaus Goulbier (1983/84), Rolf Sextro, Volker Thies (1985/86), Friedhelm Falke, Karl Möllers, Siegfried Pietrusky (1987/88), Andrea Ostermeyer, Gabriele Regiert, Brigitte Vickers (1998/90), Jörg Lange, Brigitte Raabe, Sabine Wewer (1991/92), Bernhard Büttner, Aernout Mik, Michael Stephan (1993/94), Christoph Girardet, Anette Ziss (1995/96), Hlynur Hallsson, Petra Kaltenmorgen (1997/98), Jane und Louise Wilson (1997), Douglas Gordon (1998), Eija-Liisa Ahtila (1999), Hannes Kater, Bjørn Melhus (1999/2001), Antje Schiffers, Thomas Ganzmüller (2003/2004), Stefan Jeep (2005/2006), Jacqueline Doyen, Claudia Kapp (2007/2008) | ÜBERBLICK – 25 Jahre Preis des Kunstvereins Hannover – Atelierstipendium Villa Minimo | | 28.06.2008 – 17.08.2008 | Öffnungszeiten an allen drei Orten Di–Sa 12–19 Uhr I sonn- und feiertags 11-19 Uhr
Eintritt 4 €/3 € (ermäßigt) I freier Eintritt jeden Mittwoch
Führungen: jeden Sonntag um 14 Uhr in der NORD/LB art gallery, 15 Uhr im Kunstverein,
16.30 Uhr in der Kunsthalle Faust
Talking Labels: Mitarbeiter des Kunstvereins beantworten Ihre Fragen zur Ausstellung
jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr in der NORD/LB art gallery
jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr im Kunstverein
jeden Sonntag ab 17 Uhr in der Kunsthalle Faust
Förderer des Preis des Kunstvereins sind die Niedersächsische Lottostiftung und die Firma Gundlach GmbH & Co. KG. | | Unterstützt durch: | Sparkasse Hannover
Niedersächsische Sparkassenstiftung
Stiftung Kulturregion Hannover
Land Niedersachsen
Der Kunstverein Hannover wird vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover institutionell gefördert. |
Begleitveranstaltungen zu dieser Ausstellung.

ADRIAN PACI
 | Adrian Paci: Turn On, 2004
 |  | Adrian Paci: Per Speculum, 2006
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19. April – 15. Juni 2008
Einem breiteren Publikum bekannt wurde der 1969 in Shkoder, Albanien, geborene Künstler Adrian Paci durch einen Videofilm, der im Wesentlichen aus einer Einstellung besteht: Der Künstler platzierte 18 Tagelöhner aus seiner Heimatstadt Shkoder und ebenso viele Generatoren zu einem Gruppenbild auf einer Stadiontreppe. Alle sitzen neben ihrem Generator, der eine Glühlampe mit Strom versorgt. Die „Tätigkeit“ besteht lediglich darin, diese Generatoren anzuwerfen und die dann aufleuchtende Glühlampe zu halten. Der Tag vergeht, und das Leuchten intensiviert sich, ohne dass etwas passieren würde. Auf ihren Gesichtern ist einig teilnahmslose Hingabe an diese sisyphushafte Negation von Arbeit abzulesen. Zwischen Beckettschem Theater und Sozialstudie besticht das Video durch die Verzahnung sozialer, gesellschaftlicher und ästhetisch-poetischer Dimensionen.
Das Werk Pacis verhandelt Themen wie Migration, Globalisierung oder kulturelle Identität in bestechend archaischen Bildern: Die Wahl des Mediums – Video, Installation, Malerei oder Skulptur – scheint zweitrangig neben dem Bedürfnis, einer komplexen gesellschaftlichen Gegenwart Bilder entgegenzusetzen, die sich auf der Netzhaut einbrennen. Fotografien, Filme, Malereien, die gesättigt sind von emotionaler Empathie und dabei neben ihrem gesellschaftlichen und politischen Anliegen nie die Ebene der sinnlich-ästhetischen Vermittlung vergessen.
Die für den Kunstverein Hannover konzipierte Ausstellung versammelt Werke aus allen Schaffensphasen seit 1997, die sämtlich um das Thema der biografischen, kulturellen und nationalen Identität kreisen. Sie wird komplettiert durch zwei neue Filmarbeiten, die in Hannover zum ersten Mal institutionell gezeigt werden. Insbesondere der Film ‚Per Speculum’ eröffnet medial wie inhaltlich neue Aspekte im Werk Pacis. Die aufwendige 35-mm-Produktion entwickelt ihre ebenso märchenhafte wie traumlogische Bildsprache in den Hügeln Südenglands. Tobende, spielende, lachende Kinder in Bäumen und auf Wiesen, ein Spiegel, der mit einem gezielten Wurf zerstört wird, die Welt, die sich spiegelt und in Scherben liegt: verführerische, einfache Bilder, die alles zeigen und nichts wirklich auflösen.
Daneben zeigt Paci in Hannover vornehmlich Arbeiten, die zwischen Dokument und Inszenierung, zwischen seiner eigenen Familie und Schauspielern, zwischen Re-Enactment und der Realität einen vielschichtigen und im ästhetisch produktiven Sinne verwirrenden Ort definieren. So beschreibt Klodi, ein Bekannter Pacis, in der gleichnamigen Arbeit seine Odyssee zwischen Albanien, Mexiko, Italien, den USA und wieder zurück. Die Geschichte eines ganz privaten Desasters auf der Suche nach Glück und dem gelobten Land ist dabei ebenso bedrückendes Spiegelbild der Tagespolitik wie wunderbar clowneske Inszenierung eines begnadeten Selbstdarstellers. Die Wahrheit liegt hier, wie im gesamten Werk Pacis, in einem wunderbaren Ort zwischen den einzelnen Bildern und Realitäten.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog und eine Edition.
| ADRIAN PACI | | 19.04.2008 – 15.06.2008 | Eröffnung: Freitag, den 18. April 2008 um 20 Uhr
Führungen: jeden Sonntag um 15 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
Talking Labels: Mitarbeiter des Kunstvereins beantworten Ihre Fragen zur Ausstellung
jeden Sonntag von 16 bis 17 Uhr jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr | | Besucherinformationen: | presse/3516_pressetext_AP_PM.pdf | | Katalog: | Informationen und Bestellmöglichkeit |
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Edition:
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Adrian Paci, Per Speculum, 2008
| | Unterstützt durch: | Niedersächsische Lottostiftung
Land Niedersachsen
Der Kunstverein Hannover wird vom Kulturbüro der Landeshauptstadt institutionell gefördert. |
Begleitveranstaltungen zu dieser Ausstellung.

ars viva 07/08 – Sound
 | Astrid Nippoldt: Getaway Inn, 2006/07
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16. Februar 2008 – 06. April 2008
Seit 1953 vergibt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI den Kunstpreis „ars viva“, der sich, jeweils verbunden mit einer Ausstellungsreihe, als einer der wichtigsten Kunstpreise in der Bundesrepublik Deutschland etabliert hat. Entsprechend liest sich die Liste der bisherigen Preisträger – von Gerhard Merz über Rosemarie Trockel und Olaf Metzel bis Albert Oehlen, Amelie von Wulffen und Wolfgang Tillmans – wie ein Who’s who der zeitgenössischen Kunstszene. Ihre besondere Qualität verdankt die Reihe thematischen Schwerpunktsetzungen, die jeweils aktuelle ästhetische und gesellschaftliche Diskussionen, zum Beispiel zu Fragen der „Zeit“ oder „Identität“, aufgreifen. Mit der Entscheidung für das Thema „Sound“ reagiert der Kulturkreis auf die wachsende Bedeutung von Klängen innerhalb der zeitgenössischen Kunst.
Für die Ausstellungstournee wurden in einem mehrstufigen Verfahren vier Positionen ausgewählt. Das Spektrum reicht dabei von Klangkunst und Soundinstallationen bis hin zu Videoarbeiten, in denen das Thema eine wesentliche Rolle spielt. Florian Hecker ist mit seinen präzise im Raum positionierten psychoakustischen „Sound Pieces“ auf der „Suche nach neuen Klängen und ungehörten Strukturen“ (Hecker). Nico Dockx bewegt sich ebenfalls auf dem Feld rein klanglicher Strukturen, baut seine oft performativen Soundinstallationen aber weitgehend aus vorgefundenen Tonmaterialien auf, die er durch Sampling zu raumgreifenden Collagen erweitert. Innerhalb der Film- und Videoarbeiten von Astrid Nippoldt und Marcellvs L. spielt Sound eine den Bildern gleichberechtigte, zentrale Rolle. Mit Hilfe des Tons werden wechselweise die physische Präsenz der Bilder im Raum erhöht, die Bild-Aussagen kommentiert oder kontrapunktisch gespiegelt. „Durch Sound lässt sich die Fährte verändern“, beschreibt Astrid Nippoldt ihr Verfahren beim Einsatz von Klängen innerhalb ihrer gebrochen narrativen Filmsequenzen. Der Kunstverein Hannover knüpft mit dieser Zusammenarbeit an die „ars viva 93/94“-Präsentation an, die dem Thema „z. B. Skulptur“ gewidmet war und Arbeiten von Iris Häussler, Leni Hoffmann, Eran Schaerf, Pia Stadtbäumer und Ute Weiss-Leder zeigte. „Sound“ entstand in enger Kooperation mit dem Museum Morsboich in Leverkusen und dem Contemporary Art Center in Vilnius.
| ars viva 07/08 – Sound | | 16.02.2008 – 06.04.2008 | Führungen: jeden Sonntag um 15 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
Talking Labels: Mitarbeiter des Kunstvereins beantworten Ihre Fragen zur Ausstellung
jeden Sonntag von 16 bis 17 Uhr jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr | | Besucherinformationen: | presse/3436_PM_arsviva.pdf | | Katalog: | Informationen und Bestellmöglichkeit |
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Edition:
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ars viva - Gesamtedition
| | Unterstützt durch: | Siemens AG
Land Niedersachsen
Der Kunstverein Hannover wird vom Kulturbüro der Landeshauptstadt institutionell gefördert.
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Begleitveranstaltungen zu dieser Ausstellung.

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