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Bewerbungsschluss
12. Feb 2010
für die
85. Herbstausstellung
und den
Preis des Kunstvereins

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    David Schnell – Stunde
    Leinen los!
    85. Herbstausstellung niedersächsischer Künstler

    Charles Avery – Onomatopoeia
    Timm Ulrichs

    David Schnell – Stunde

    David Schnell: Glockenspiel, 2007
    Öl, Acryl auf Leinwand, 300 x 200 cm
    Privatsammlung, Berlin
    courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin
    Foto: Uwe Walter, Berlin

    10. April - 30. Mai 2010
    Eröffnung Freitag, 9. April 2010, 20 Uhr


    Die ungeheure Tiefenwirkung der großformatigen Gemälde David Schnells (*1971) zieht den Betrachter förmlich in den vielfarbigen Bildraum hinein. Im Mittelpunkt seiner gleichermaßen emotionalen wie analytischen Bildwelten steht die Auseinandersetzung mit der Konstruktion von Landschaft und Raum im Bild. Durch den Einsatz verschiedener Fluchtpunkt-Perspektiven und einer kaleidoskopartigen Raumdynamisierung definiert der Leipziger Maler die Gattung der Landschaftsmalerei neu.

    Schnell überlagert Landschaftsdarstellungen mit räumlichen Fiktionen. Während in einzelnen Werken ein weit in die Tiefe führender Fluchtpunkt von architektonischen Elementen – z. Bsp. eine Scheune – die räumliche Konstruktion im Bild übersteigert, gehen in anderen Bildern Architektur und Natur direkt ineinander über: wie von einer gewaltigen Explosion zerrissen, splittert sich die Darstellung auf und verschränkt sich auf komplexe und faszinierende Weise. David Schnell integriert die durch Computerprogramme und -spiele veränderten Darstellungsmöglichkeiten und die Wahrnehmung von virtuellen Räumen in eine klassische Landschaftsdarstellung. Landschaft erscheint damit umso mehr als künstlerisches Konstrukt – auch die Verwendung der Zentralperspektive ist als künstlerisches Hilfsmittel ein kulturelles Produkt.

    Die Ausstellung ist eine umfassende Darstellung des Werkes von David Schnell und entsteht in Kooperation mit dem Gemeentemuseum in Den Haag, Niederlande und dem Museum Allerheiligen, Schaffhausen, Schweiz.

    10.04.2010 – 30.05.2010
    zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog bei Hatje Cantz.
    Unterstützt durch:Mittel des Landes Niedersachsen
    Stiftung Niedersachsen



    Leinen los!
    85. Herbstausstellung niedersächsischer Künstler

    Baldur Burwitz: Ohne Ende, 2008
    Installationsansicht „Nordlichter – 84. Herbstausstellung“ im Kunstverein Hannover 2008, Foto: Raimund Zakowski

    12. Juni-15. August 2010
    Eröffnung Freitag, 11. Juni 2010, 20 Uhr


    Ab sofort können sich KünstlerInnen aus Niedersachsen und Bremen für die 85. Herbstausstellung bewerben! Die Bewerbungs-unterlagen stehen hier zum Download zur Verfügung:

    Auch für den Preis des Kunstvereins 2010 ist die Bewerbungszeit angelaufen: Weitere Informationen hier [Link]

    Bewerbungsschluss ist der 12. Februar 2010

    Mit „Leinen los!“ lenkt der Kunstverein zum 85. Mal den Blick auf die vielseitige Kunstszene in Niedersachsen. Die lebendige Ausstellung an verschiedenen Ausstellungsorten vereinigt renommierte und überregional bekannte Positionen mit neuen Entdeckungen aus den Kunsthochschulen in Niedersachsen und Bremen. Als einzige Übersichtsschau zur zeitgenössischen Kunst in Niedersachsen und Bremen ist die Ausstellung mit langer Tradition nicht nur beim Publikum sehr beliebt, sondern nimmt eine herausragende Bedeutung für das kulturelle Profil und die künstlerische Entwicklung des Landes ein.

    Als „Herbstausstellung“ existiert die „Niedersachsen-Biennale“ bereits so lange wie der Kunstverein selbst: ab der Gründung des Kunstvereins 1832 zuerst als Frühjahrsausstellung und seit 1907 als zusätzliche Herbstausstellung, die sich bis heute erhalten hat. Mit dieser beachtlich langen Tradition betont der Kunstverein Hannover sein kontinuierliches und nachhaltiges Engagement für die kulturelle und künstlerische Szene in Hannover und Niedersachsen.

    Durch eine seit Jahren erfolgreiche Kooperation mit verschiedenen Partnern kann der Kunstverein seine Ausstellungsfläche anlässlich der Ausstellung „Leinen los!“ auf andere Häuser erweitern und dadurch das Spektrum niedersächsischer Kunstproduktion umfassend präsentieren – so stehen im Rahmen von „Leinen los!“ als zusätzliche Orte der KUBUS, die NORD/LB art gallery, der Kunstverein Langenhagen und die Galerie vom Zufall und vom Glück zur Verfügung.

    Im Rahmen der „Herbstausstellung“ werden auch der „Preis des Kunstvereins – Atelierstipendium Villa Minimo“ und der „Kunstpreis der Sparkasse Hannover“ vergeben.


    12.06.2010 – 15.08.2010
    Unterstützt durch:Mittel des Landes Niedersachsen
    die Niedersächsische Sparkassenstiftung



    Charles Avery – Onomatopoeia

    Charles Avery: Ohne Titel (Herd of Alephs), 2008
    Bleistift, Tinte und Gouache auf Papier, 124,5 x 166 cm
    Courtesy Privatsammlung, Niederlande, Foto: Steve White

    28. August-7. November 2010
    Eröffnung Freitag, 27. August 2010, 20 Uhr


    Die teils präzise ausgearbeiteten, teils skizzenartigen Zeichnungen des schottischen Künstlers Charles Avery (*1973) bewegen sich spielerisch auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Fiktion.

    Seit 2004 verdichtet sich Averys Zeichenkosmos in dem bislang unvollendeten epischen Projekt The Islanders, eine zeichnerische Darstellung der Bewohner einer fiktiven Inselgruppe. Inselromantik und Endzeitvorstellung vermischen sich in zahlreichen großformatigen Zeichnungen. Alte Mythen von Drachen, Gnomen und mutierten Wesen integrieren sich in die Alltagsdarstellungen der Inselwelt, in der das Vertraute und Groteske, das Humoreske und Absonderliche eine spannungsvolle Allianz eingehen.

    In Kombination mit verschiedenen Skulpturen, die Elemente der Zeichnungen ins Dreidimensionale überführen, bildet sich ein narrativer Gesamtzusammenhang, der an den Aufbau eines Science-Fiction- oder Fantasy-Romans erinnert und den Betrachter in eine phantastische Welt entführt. Die Rätselhaftigkeit von Charles Averys zeichnerischem wie skulpturalem Kosmos war in den vergangenen Jahren auf verschiedenen internationalen Biennalen zu entdecken, erstmals in Deutschland zeigt der Kunstverein Hannover eine der bislang umfangreichsten Präsentationen seiner künstlerischen Arbeit. Schwerpunkt der Ausstellung bildet Averys neuester Werkteil Onomatopoeia (Lautmalerei), der die Charakterisierung der Hauptstadt der Insulaner ins Zentrum rückt.

    28.08.2010 – 07.11.2010
    Unterstützt durch:Mittel des Landes Niedersachsen
    die Nord/LB



    Timm Ulrichs


    27. November 2010-30. Januar 2011
    Eröffnung Freitag, 26. November 2010, 20 Uhr


    Seit Beginn der 1960er Jahre ist Timm Ulrichs in Hannover künstlerisch tätig und hat wesentliche Teile seines Werkes im Stadtraum von Hannover, im Sprengel Museum sowie im Kunstverein und Künstlerhaus realisiert. Das Sprengel Museum und der Kunstverein Hannover nehmen diese 50 Jahre künstlerischer Arbeit von Timm Ulrichs in Hannover (und seinen 70. Geburtstag) zum Anlass, um einen gemeinsamen, neuen Blick auf das Werk zu werfen. Eine Kooperation der beiden Häuser sollte allerdings nicht allein eine Hervorhebung seiner Handlungsorte sein, sondern in besonderer Weise eine historische und zeitgenössische Auseinandersetzung mit seinem Werk verbinden.

    Die Aktionen, Objekte und Installationen von Timm Ulrichs haben nicht nur eine unbestrittene kunsthistorische Bedeutung, seine Arbeiten bekommen vor dem Hintergrund aktueller zeitgenössischer Kunstproduktion auch eine neue Relevanz. Die Übertragung konzeptueller Herangehensweisen in gesellschaftliche Zusammenhänge und Alltagssituationen oder die Hinterfragung der Rolle des Künstlers sind bis heute wichtige künstlerische Fragestellungen. Parallelen zur aktuellen zeitgenössischen Produktion finden sich ebenfalls in Ulrichs feinsinniger Analyse der Sprache, der inhaltlichen Verwendung des Titels als Kommentar und damit als wesentlichem Bestandteil des Werkes, aber auch in seinem Humor bei gleichzeitig konzeptueller Strenge und Radikalität. Die Verwendung des Alltagsobjektes in Fotografie und Skulptur sind bei Timm Ulrichs bereits in den 1970er Jahren vorangelegt. Ein Begriff wie „Romantischer Konzeptualismus“, unter dem zeitgenössische Arbeiten in den letzten Jahren diskutiert wurden, ist in vielen Arbeiten von Timm Ulrichs vorformuliert.

    Die Ausstellung möchte das Werk von Timm Ulrichs vor dem Hintergrund zeitgenössischer Praxis neu entdecken und relevante Themen- und Arbeitskomplexe gesondert heraus heben.

    27.11.2010 – 30.01.2011
    Unterstützt durch:Mittel des Landes Niedersachsen
    die Stiftung Kulturregion



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