Das »Kunstparkett« bedeutet für uns, Veranstaltungen auszustatten, die zum Austausch und zur Plattform aktueller Thematiken und Fragestellungen anregen sollen. Ausstellungsunabhängig sollen diese Formate zum Debattieren und zum gemeinsamen Diskutieren anregen.
Der beliebte »Kunstsalon« versteht sich als ein solches Forum. So werden politische, soziale oder kulturwissenschaftliche Thematiken und Fragestellungen, gespickt mit Vergleichen, Folgen oder Fragestellungen der zeitgenössischen Kunst, vorgestellt, besprochen und mit dem Publikum diskutiert. Der Kunstverein fungiert als Gastgeber und lädt Wissenschaftler, Direktoren, Sammler, Historiker oder Mitglieder des Kunstvereins auf sein Sofa im »Kunstsalon« ein.
Einmal pro Ausstellung veranstaltet der Kunstverein für ein junges und jung gebliebenes Publikum »Sophie’s Afterwork«. Nach einer kuratorischen Führung laden die Atmosphäre und die Liebe zum Detail dazu ein, den Tag in fröhlicher Runde mit Kunst, Musik, Gesprächen, Häppchen und Wein ausklingen zu lassen.
Im August und September 2016 öffnen wir das Kunstparkett für verschiedene Gastspiele. Vor der außergewöhnlichen Kulisse unserer Ausstellungsräume können Sie spannende Performance-, Musik- und Tanzproduktionen von jungen wie bereits etablierten Kulturschaffenden aus Hannover und der Region erleben. Als Aufführungsort dient u. a. unser für die Performances und Tanz-Workshops der Ausstellung »Körper und Bühnen« von der Staatsoper Hannover zur Verfügung gestellte temporäre Bühnenraum.

Kunstsalon

Schokolade, Brot und Gummiringe

im Gespräch mit Barbara Sommermeyer
Diplom-Restauratorin Hamburger Kunsthalle

Schon seit langem verwenden Künstler in ihren Arbeiten Materialien, die nicht nur zum Teil vergänglich sind, sondern auch besonders schnellen Alterungen unterliegen können. Bisweilen werden Techniken verwendet, die industriell nicht mehr herstellbar sind. Hierdurch können einzelne Kunstwerke – beispielsweise solche, in denen Dias eingesetzt sind – in Zukunft möglicherweise nicht mehr im ursprünglichen Zustand gezeigt werden.
In international vernetzten Projekten widmen sich Restauratoren der Erforschung dieser Materialien und Techniken und versuchen, Wege zu finden, den Erhalt dieser Kunstwerke bestmöglich zu gestalten und zu gewährleisten. Dabei stellen sich viele Fragen, für die die eine oder andere Antwort noch aussteht.
In einem Gespräch mit der Diplom-Restauratorin Barbara Sommermeyer von der Hamburger Kunsthalle gehen wir dem Berufsbild und dessen Entwicklungen auf die Spur und sprechen über die besonderen Herausforderungen in diesem Arbeitsbereich sowie über die Zusammenarbeit mit Künstlern, Kuratoren und anderen Beteiligten.

Barbara Sommermeyer:
Seit 2000 zuständig für die konservatorische Betreuung der Gemälde und Skulpturen der Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle. Ausgebildet als Diplom-Restauratorin mit vorangegangenem Grundstudium der Kunstgeschichte und klassischen Archäologie. Im Anschluss an das Studium zweijähriges Landesgraduiertenstipendium Baden-Württembergs am Conservation Centre in Liverpool und an der Tate Modern in London.

Seit 2015 Durchführung eines Förderprojekts zur Konservierung von Dia-Material in Kunstwerken. Vorträge und Publikations-Beiträge über die Konservierung zeitgenössischer Kunst sowie Teilnahme am Europäischen Projekt Inside Installations (2004–2007) und PRACTICs (2009–2011). Seit 2002 Koorganisatorin/Organisatorin mehrerer deutschsprachiger Fachtagungen, u. a »Fail Better« in der Hamburger Kunsthalle (2013) oder »Durch Rückschläge zum Erfolg« im Museum Ludwig Köln (2014).

Sophie's Afterwork

Zum Feierabend Kunst genießen

Teilnahme: 20 € / 15 € für Mitglieder des Kunstvereins Hannover

verbindliche Anmeldung bis zum 16.10.2016:

	Leidenschaft und Ostinato – DJ-Konzertabend mit Barockmusik
Leidenschaft und Ostinato – DJ-Konzertabend mit Barockmusik
	Kunstsalon, 2015
Kunstsalon, 2015