Preis des Kunstvereins Hannover

Sven-Julien Kanclerski, Luise Marchand, Till Wittwer

Preis des Kunstvereins Hannover Sven-Julien Kanclerski, Luise Marchand, Till Wittwer
20.8.
9.10.2022
Kunstverein Hannover

Der Förderung jüngerer Talente verpflichtet, zeigt der Kunstverein die traditionelle Ausstellung zum »Preis des Kunstvereins Hannover« dreier Stipendiat:innen des »Atelierstipendiums Villa Minimo«. Sven-Julien Kanclerski, Luise Marchand und Till Wittwer zeigen in drei parallel installierten Solo-Präsentationen neue Aspekte ihrer Arbeit – ortsspezifisch entwickelt und in einem Raumrhythmus ausgestellt. Hier gibt es natürlich auch Bezüge untereinander – künstlerischer Austausch ist ein zentrales Anliegen des Atelierstipendiums.

Der »Preis des Kunstvereins Hannover« wird seit 1983 vergeben. Die ein- und zweijährigen Stipendien unterstützen die künstlerische Entwicklung im Bereich Wohnund Arbeitsraum und über Projektmittel. Das Residenzstipendium wird kontinuierlich durch die großzügige Förderung der Gundlach GmbH & Co sowie des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover und des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur ermöglicht. Der prozessual angelegte »Preis des Kunstvereins Hannover«, regional und national fokussiert, wird durch den Kunstverein Hannover betreut, dessen Räumlichkeiten den Stipendiat:innen für eine abschließende Ausstellung zur Verfügung gestellt werden.

Sven-Julien Kanclerski

(*1988 in Langenhagen, lebt in Hannover)

Einjähriges Nachwuchsstipendium Niedersachsen Januar – Dezember 2021

Sven-Julien Kanclerski beschäftigt sich mit technisch-infrastrukturellen Objekten unserer Postmoderne. Ihn interessiert es, zweckorientiertem Design eine ironische Wendung zu geben – nicht in Form von Ready-mades, sondern anhand von Veränderungen und Umbauten, deren Bildsprache der Customizing- Szene und verschiedenen Subkulturen entlehnt ist.

Sven-Julien Kanclerski schloss sein Studium an der Hochschule der Bildenden Künste Braunschweig im Jahr 2019 als Meisterschüler von Prof. Thomas Rentmeister ab.

Luise Marchand

(*1987 in Blankenburg, lebt in Berlin)

Einjähriges Nationales Nachwuchsstipendium Januar – Dezember 2020

Luise Marchand setzt sich mit Informationsträgern auseinander – seien es Lebewesen oder Print-Produkte. Sie fotografiert und collagiert Aspekte der Multispezies-Koevolution. In einer neu produzierten und spezifisch für den Kunstverein entwickelten Werkreihe spürt sie dem Floristikgeschäft ihrer Familie nach und beleuchtet die Züchtung von »Ewigen Blumen« sowie das globale Handelsgeschäft von Schnittblumen.

Luise Marchand studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, wo sie als Meisterschülerin von Peter Piller und Peggy Buth ihr Studium im Jahr 2019 abschloss.

Till Wittwer

(*1985 in Stuttgart, lebt in Hannover und Berlin)

Zweijähriges Förderstipendium Niedersachsen Januar 2019 – Dezember 2020

Till Wittwer arbeitet explizit mit und über Sprache. Seine performativ-installativen Arbeiten behandeln Vorgänge des Herstellens von Wirklichkeit über Narrationsformate. Die um einige Kapitel erweiterte Arbeitsserie »Fabrikanten der Wirklichkeit« bespricht epistemologische Fragestellungen und bringt akademische Recherche und künstlerische Spekulation zusammen.

Till Wittwer studierte an der Universität der Künste Berlin und der School of the Art Institute of Chicago. An der UdK Berlin schloss er sein Studium im Jahr 2016 als Meisterschüler von Hito Steyerl ab.

Sven-Julien Kanclerski, »Preis des Kunstvereins Hannover«
Sven-Julien Kanclerski, »Preis des Kunstvereins Hannover«
Sven-Julien Kanclerski, »Preis des Kunstvereins Hannover«
Sven-Julien Kanclerski, »Preis des Kunstvereins Hannover«
Luise Marchand, »Preis des Kunstvereins Hannover«
Luise Marchand, »Preis des Kunstvereins Hannover«
Luise Marchand, »Preis des Kunstvereins Hannover«
Luise Marchand, »Preis des Kunstvereins Hannover«
Till Wittwer, »Preis des Kunstvereins Hannover«
Till Wittwer, »Preis des Kunstvereins Hannover«
Till Wittwer, »Preis des Kunstvereins Hannover«
Till Wittwer, »Preis des Kunstvereins Hannover«