wir blumen - Die Leichtigkeit des Fragilen

Werke der Sammlung von Gaby und Wilhelm Schürmann

wir blumen - Die Leichtigkeit des Fragilen Werke der Sammlung von Gaby und Wilhelm Schürmann
7.9.
15.11.2020
Kunstverein Hannover

Bereits in den 1970er-Jahren haben Gaby und Wilhelm Schürmann begonnen, sich mit der Kunst ihrer Gegenwart zu befassen und ihre Sicht auf diese kontinuierlich zu erweitern. Entstanden ist daraus eine einmalige, über 1000 Werke umfassende Sammlung, die im Medium der Fotografie ihre Anfänge nahm und bis heute durch den analytischen Blick der Sammler ebenso wie durch den Blickwinkel des Fotografen Wilhelm Schürmann besticht. In den 1980er-Jahren, während des »Eisernen Vorhangs«, wurden durch den Weiterverkauf tschechischer avantgardistischer Fotografien ans J. Paul Getty Museum sowie die große Nähe zu Martin Kippenberger entscheidende Ebenen der Sammlung begründet, die seitdem international und medienübergreifend (mit Ausnahme von Bewegtbildern) entwickelt wurde.

Parallel zur Sammelleidenschaft wurden 1977 und wiederum 2013 die fotografischen Werke des Hochschulprofessors a. D. in der damaligen Photogalerie Spectrum und im Sprengel Museum in Hannover ausgestellt, in dem sich bis heute Leihgaben des Paares befinden. Die Sammlung Schürmann wurde in zahlreichen Museen – u. a. im Mumok in Wien (2018), Ludwig Forum für internationale Kunst in der Heimat der Schürmanns Aachen (2016), K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen oder in den Deichtorhallen in Hamburg (2011) – unter jeweils verschiedenen inhaltlichen Aspekten ausgestellt. 2020 erhalten Gaby und Wilhelm Schürmann den » ART COLOGNE-Preis«, der von der Koelnmesse und vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler vergeben wird.

»Die Dinge spiegeln sich stets in ihrem Gegenentwurf. Darum kann ich die Welt nicht allein aus einem Blickwinkel betrachten oder allein an Hand einer Technik darstellen.«
Wilhelm Schürmann im Interview mit Alexander Braun »Sammeln als intellektuelle Notwendigkeit«, Kunstforum international Bd.158, 2002.

Zur Ausstellung entsteht ein Gesprächsprogramm, u. a. mit Wilhelm Schürmann unter dem Motto »Der Verein will auch zum Kunstsammeln anregen«, wie es in der Satzung des Kunstvereins Hannover (§ 2 Zweck) heißt.